Geschenke – Weihnachten und Minimalismus Teil 2

Geschenke by Andrew Neel - Unsplash

Geschenke by Andrew Neel – Unsplash

Auf zum 2. Teil des Beitrages. Der erste Teil ist hier zu finden.

In meinem letzten Beitrag habe ich darüber geschrieben, wie ich das mit den Geschenken und mit Weihnachten generell halte. Auch dieses Jahr verschenke ich wieder etwas an meine Familie, das ich gekauft habe. Gerade für Minimalisten stellt sich hier die Frage, wie man ohne schlechtes Gewissen etwas passendes für alle Beteiligten finden kann.

Selbstgemachte Sachen

Du hast keine Lust viel Geld auszugeben und Shoppen zu gehen? Du magst lieber etwas individuelles und selbstgemachtes Verschenken? Bei vielen Personen kommt soetwas positiv an, weil Gedanken und die eigene Zeit in das Geschenk eingeflossen sind. Praktisch sind natürlich immer Sachen, die sich aufbrauchen. Hier sind einige Beispiele, die man einfach selber machen kann:

  • Selbstgebackenes (Beispielsweise Stollen und Kekse)
  • Lippenbalsam, Handcreme etc. Hier gibt es super Anleitungen bei http://www.smarticular.net/.
  • Kerzen selber wickeln oder gießen
  • Etwas selber genähtes, gestricktes oder gehäkeltes

Es gibt noch viel mehr Ideen. Generell ist http://www.smarticular.net/ immer ein sehr guter Anlaufpunkt um Ideen zum Selbermachen zu sammeln.

Erfahrungen oder Lebenszeit schenken

Ist es nicht das schönste Geschenk, Zeit mit einer lieben Person zu verbringen? In unserer Übersättigten Welt werden Gutscheine wie die von Jochen Schweizer immer stärker nachgefragt. Der Trend geht zum Erlebnis. Doch es müssen nicht immer gekaufte und teure Gutscheine sein. Man kann sich doch selber etwas überlegen und einen Gutschein gestalten (basteln oder am PC). Einige Ideen hierfür:

  • Ein 3-Gänge-Menü zu Hause (auch an Gruppen verschenkbar)
  • Ein gemeinsames Kochevent
  • Geocaching zusammen zwischen den Jahren
  • Eine private Stadtführung
  • Etwas beibringen, was man selber gut kann (malen, stricken, Dinge am PC etc.)
  • Hilfe beim Umzug, streichen, tappezieren etc.

Weitere super Ideen gibt es hier: http://www.zeit-statt-zeug.de/de/.

Eine weitere Idee, die sich auch gut auf Wünsche anwenden lässt: Spenden schenken lassen. Beispielsweise für Greenpeace. Oder eben Spenden verschenken. Die Nichte möchte gerne ein Haustier haben, aber es geht nicht? Vielleicht eine Patenschaft für ein Tier im Zoo schenken.

Gebrauchtes verschenken

In unserer Wegwerfmentalität kommt das häufig nicht mehr gut an. Aber es kommt auf 2 Dinge an: 1. Wer erhält das Geschenk, und 2. Wie ist der Zustand des Gegenstandes?

Bücher beispielsweise versuche ich bei Tauschticket zu erstehen. Dabei achte ich dann schon auf den Zustand des Buches. Wenn es das Buch dort nicht gibt, dann schaue ich bei Medimops (Hier ist übrigens ein Gutschein für 10% Rabatt auf die erste Bestellung: DSU85ASHWF9K) nach.

Gute Anlaufpunkte sind auch Flomärkte oder Sozialkaufhäuser. Insbesondere in Sozialkaufhäusern sind die Sachen sortierter, und es ist einfacher die Dinge zu finden die man erstehen möchte.

Vielleicht hat man ja auch selber ein Teil zu hause, das man nicht mehr haben möchte. Es ist in guter Kondition und weiß, dass sich jemand anderes mehr darüber freuen würde.

Gar nichts schenken

Oder man macht es gleich ganz minimalistisch und vereinbart vor dem Fest, dass dieses Jahr überhaupt nichts geschenkt wird.

Exkurs: Geschenke einpacken

Es ist doch schier wahnsinnig, wie viel Geld man um das „Drumherum“ ausgeben kann: Also Geschenkpapier, Geschenkband und Anhänger. Deshalb mache ich es schon seit Jahren so, dass ich gebrauchtes Geschenkpapier verwende. Nach meinem Geburtstag beispielsweise schneide ich das Geschenkpapier zurecht, sodass die hässlichen und kaputten Stellen verschwinden. Das Papier kann ich dann verwenden um Dinge neu darin einzupacken. Mit dem Geschenkband ist es natürlich noch einfacher. Hier reicht es, wenn man das Band mit der Schere glättet und voilà – es ist wie neu.

Weiter Ideen wären dann noch das Furoshiki, also ein Tuch, in dass das Geschenk kunstvoll eingewickelt wird. Kann super wieder verwendet werden.
Geschenkpapier kann auch aus Papier recycled werden. Einfach hübsches Papier nehmen, oder noch Motive aus Zeitschriften etc. drauf kleben.
In ein anderes Geschenk einwickeln. Praktisch, wenn man beispielsweise ein Handtuch verschenkt. Aber das tut man 1. nicht jedes Jahr zu Weihnachten, und 2. kann man das Geschenk dann schon erahnen.
Gar nicht einpacken ist natürlich auch eine Option, aber ich mag einfach das Auspacken und die Überraschung, wenn man sieht was es ist.

tl;dr

Wie ich bereits im 1. Teil geschrieben habe, hat die Zeit bei mir eine höhere Priorität, als Geld. Über selbstgemachte Geschenke, über die sich die andere Person Gedanken gemacht hat, und Zeit investiert hat, freue ich mich häufig viel mehr als über gekaufte Geschenke. Jeder Mensch ist hier anders. Viele Menschen sind konsumorientiert. Aber trotzdem denke ich, dass man auch hier etwas schönes finden kann, das sich verbrauchen lässt, nicht viel kostet und dem Beschenkten viel Mehrwert liefert.

Viel Spaß beim Geschenke suchen!

Nächste Woche geht es dann auf zum Teil 3: Die minimalistische Gestaltung der Weihnachtsfeiertage.

08. Dezember 2016 von Ms. Maxi
Kategorien: Minimalismus | Schlagwörter: , | 1 Kommentar

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