Meine Finanzen Serie: Sparen – Das Kapital zum Investieren

Geld by Didier Weemaels - Unsplash

Geld by Didier Weemaels – Unsplash

Geld kann nur investiert werden, wenn man es nicht anderweitig braucht, da die Investition an der Börse eine langfristige Angelegenheit ist. Langfristig heißt in diesem Fall mindestens 10 Jahre. Die Basis dafür bildet das Sparen. Hier einige Tipps zum Sparen:

Alle Ausgaben aufzeichnen

Auch wenn es zunächst nach viel Arbeit aussieht, bringt das Aufzeichnen der Ausgaben viel. Zum ersten Mal hat man eine Idee davon, wohin das Geld geht. Grundsätzlich müssen dafür zunächst Kategorien festgelegt werden:

  • Miete & Nebenkosten
  • Lebensmittel
  • Transportkosten
  • Kleidung
  • Haushaltssachen (Gegenstände, Putzmittel etc.)
  • Hobbies

Und natürlich weitere Kategorien. Gibt es eine Kategorie, wo man viel Geld ausgibt, kann diese auch noch weiter aufgesplittet werden. Beispielsweise macht es u.U. Sinn die Kategorie Lebensmittel noch in Essen Firma, Essen gehen, Supermarkt aufzuteilen.

Diese Kategorien habe ich in meine App eingegeben. Ich benutze Quibu (Quick Budget) und habe dort die Kategorien eingetragen. Jedes Mal, wenn ich etwas bezahle, dann gebe ich das entweder sofort in die App ein, oder packe den Kassenzettel in mein Portemonnaie und gebe es dann zu Hause ein, wenn ich durch die Zettel gehe um sie dann in den Milchtopf zu stecken. In dem Milchtopf sammeln Mr. Maxi und ich unsere Belege, um dann die Ausgaben am Ende des Monats zu verrechnen. Meine Freundin und meine Tante bevorzugen Excel-Tabellen. Jeder muss für sich rausfinden, wie ein langfristiges Tracken der Ausgaben möglich ist.

Am Ende des Monats mache ich dann meine monatliche Abrechnung. Dazu transferiere ich die Ausgaben per Datei auf den Rechner und sehe dann was ich monatlich eingenommen und ausgegeben habe. Wie viel ich in meinen ganzen Konten habe und wie viel Geld ich insgesamt habe. Durchschnittlich kann man mit der Methode des Trackens ca. 20% sparen ohne das man sich da wirklich anstrengt. Ich habe jedoch gemerkt, das es eher eine Einstellungssache ist.

Meine Ausgaben bewerten

Basierend auf der monatlichen Abrechnung bewerte ich meine Ausgaben nach den folgenden 3
Fragen:

  1. Haben mich die Ausgaben dieser Kategorie erfüllt, haben sie mir einen Mehrwert gegeben gegenüber der Arbeitszeit die ich dafür investieren musste das Geld für diese Ausgabe zu verdienen?
  2. Ist diese Ausgabe in Gleichklang mit meinen Werten und meinem Lebensziel?
  3. Wie würde sich diese Ausgabe ändern, wenn ich nicht arbeiten müsste um mein Geld zu verdienen?

Ich gebe ein +, o oder – ein, um die Fragen für jede einzelne Kategorie zu bewerten. Dabei ist bei mir beispielsweise raus gekommen, dass ich es überhaupt nicht mag, Geld in der Firma für das Essen auszugeben. Gleichzeitig kann diese Vorgehensweise aber auch aufzeigen in welchen Bereichen wir zu wenig geld ausgeben: Bei mir zeuigte sich, dass ich in einigen Monaten zu wenig Geld in meinem Hobby Bereich ausgegeben habe. Die Ausgaben in diesem Bereich machen mich glücklich. Und das Ziel des Sparens liegt nicht darin sich zu kasteien, sondern lediglich die unnötigen Ausgaben, die uns teilweise auch ärgern, zu eliminieren.

Meine Ausgaben und meine Sichtweise auf Budgets

Alleine durch diese beiden Dinge, das Tracken und das Bewerten meiner Ausgaben habe ich  unglaublich viel Geld gespart, und fühle mich aber gleichzeitig glücklicher und entspannter. Ich habe es selbst in der Hand, was ich kaufen möchte. Gleichzeitig ist dies auch der Grund, warum ich Budgets nicht mag: Ich stelle hier eine Regel auf in einer Kategorie einen Betrag x auszugeben. Das hat 2 Nachteile:

  1. Ich werde jeden Monat das Geld solange ausgeben, bis ich dieses Limit erreicht habe, dass ich mir gesetzt habe.
  2. Wenn ich mal etwas kaufen möchte weil es gerade im Angebot ist (Cashews sind ein gutes Beispiel, sie sind teuer, und ich kaufe sie meistens im Angebot. Das könnte ich dann aber nicht, da sie mein Budget für den Monat sprengen würden). Es geht also um die fehlende
    Flexibilität des Planes.

Sicher wird es für einige Leute sehr sinnvoll sein, ein Budget einzuführen. Aber ich denke ich bin bereits über dieses Stadium hinaus. Mir geht es darum möglichst nichts für mich unsinniges zu kaufen und dann die Dinge die ich kaufen möchte mit Bedacht auszuwählen. Ohne Limit und ohne
Zwang. Im Endeffekt geht es darum für DICH herauszufinden was funktioniert. Was für den einen funktioniert, kann bei einer dritten Person den Horror auslösen. Ich habe da nicht den heiligen Gral gefunden, ich habe nur das gefunden was im Moment am Besten passt.

tl;dr oder Fazit zum Thema Sparen

Mein Rat: Tracke alle Ausgaben, mindestens einen Monat lang. Ich tracke meine Ausgaben jetzt seit fast einem Jahr und es kostet mich so gut wie keine Zeit einmal kurz meine Ausgaben in das Handy zu schreiben. Einmal eingerichtet geht das schnell und einfach. Sicher, am Ende des Monats gibt es einmal 15 Minuten in denen ich mich hinsetzte und meine Ausgaben bewerte und meine Diagramme update. Aber dadurch weiß ich wo ich stehe: Ich gebe in den Bereichen Geld aus, wo ich es möchte und kann Bereiche identifizieren wo ich zu viel Geld ausgebe. Der Überblick über meine Konten ermöglicht es mir jederzeit zu sehen wie viel Geld ich wo habe. Das ist ein richtig gutes Gefühl!

 

Weiterführende Infos

Die Idee zum Tracken und der Analyse meiner Ausgaben stammt aus dem Buch „Your Money or Your Life“ von Vicky Robin (die ich übrigens kennen gelernt habe – eine echt tolle ältere Dame!). Im Mai nächsten Jahre soll ihre neue und überarbeitete Version des Buches heraus kommen. Das ist DAS Buch, welches ich dir zu lesen raten würde. Es ist reich an Erzählungen und sehr spannend geschrieben. In dem Buch gibt es ein 9-Punkte-Programm um zu lernen richtig mit seinem Geld umgehen zu können. Das beinhaltet unter anderem auch das Thema Tracking, aber es handelt sich in erster Linie um unser Leben und wie es mit dem Geld zusammen hängt. Es geht darum zu verstehen was Geld wirklich ist. Denn Geld ist im Endeffekt nur ein Werkzeug um uns Freiheit zu verschaffen, oder eben auch das Gegenteil…

09. November 2017 von Ms. Maxi
Kategorien: Finanzen, Sparen | Schlagwörter: | 1 Kommentar

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