Umziehen und Packen – eine neue Möglichkeit zum Ausmisten

Packen

Packen

Sicher habt ihr schon mal von der „Packing Party“ von „The Minimalists“ gehört. Dabei wird einfach alles was man besitzt in Kartons verpackt, so als ob man umziehen würde. Dann wird alles in einen Raum (oder eine Ecke) gebracht und dann Stück für Stück die Dinge wieder ausgepackt, die man braucht.

Ich habe jetzt den Vorteil, das ich sowieso packen musste, weil ich ja umgezogen bin. Einen Teil der Kartons habe ich natürlich schon ausgepackt. Aber immer der Reihe nach:

Das Packen

Ungefähr 3 Wochen vor dem Umzug habe ich angefangen zu packen. Leider habe ich immer noch relativ viele Sachen, so dass ich mit ca. 40-50 Kartons gerechnet habe. Wie ihr vielleicht noch aus meinem Anfangspost wisst, mag ich es gerne wenn alles organisiert und durchdacht ist. Also habe ich mir verschiedenfarbige Klebepunkte (Markierungspunkte) gekauft. Dann habe ich eine Exceltabelle angefangen und dort dann die Kartoninhalte eingetragen. Ich habe angefangen Dinge aus dem Wohnzimmer einzupacken, die ich nicht so dringend brauche. Also habe ich einen roten Punkt in die linke untere Ecke des Kartons geklebt, eine 1 drauf geschrieben (OK, vor dem drauf kleben!) und habe dann in meiner Excel-Tapete unter Wohnzimmer (rot) einen „Karton 1“ geschrieben. Da habe ich dann alle Dinge eingetragen, die ich in den Karton gelegt habe. Z.B. Dekoartikel, DVD-Rohlinge etc.

Das habe ich dann nach und nach mit allen Dingen gemacht. Die Küche hatte beispielsweise die Farbe grün (Gemüse und andere Pflanzen und so) und habe dann auch wieder eingetragen, was in den Kartons ist. Alle wichtigen Sachen die ich schnell wieder brauche, habe ich mit einem gelben Hintergrund markiert.

Exkurs Umzugskartons

Kurze Anmerkung zu den Kartons: Ich habe die Kartons natürlich nicht neu gekauft. Da ich ja schon 2 Monate im Voraus wusste, dass ich umziehen werde, habe ich genug Zeit gehabt einen guten Deal auf eBay Kleinanzeigen zu suchen und mir da die Kartons zu kaufen. Und wenn ich fertig ausgepackt habe, dann werde ich die Kartons auch da wieder weiter verkaufen – damit sich der nächste über günstige Umzugskartons freuen kann!

Der Umzugstag

Die letzten Sachen habe ich dann am Abend vor dem Umzug und dann direkt am Umzugstag gepackt. Insgesamt hatte ich knapp über 40 Kartons. Also lag ich mit meiner Einschätzung (leider) genau richtig. Ich bin echt unangenehm überrascht gewesen, wie viele Dinge ich besitze.

Die farbigen Punkte haben die Zuordnung der Kartons zu den Zimmern in der neuen Wohnung sehr einfach gemacht. Einfach an das Zimmer ran schreiben welche Farbe rein kommt und fertig 🙂

Das Auspacken

Jetzt kommt der spannende Part: Die Küchensachen habe ich schon alle ausgepackt. Aber insbesondere im Wohnzimmer habe ich noch fast gar nichts ausgepackt. Nicht weil ich faul bin, sondern weil wir uns vorgenommen haben, dass wir die Dinge erst dann aus den Kartons nehmen, wenn wir sie auch wirklich brauchen. Dazu haben wir uns 6 Monate Zeit gegeben. Und im September setzen wir uns dann hin und gehen durch die verbliebenen Dinge in den Kartons.

Ich bin schon sehr gespannt, was alles drinne bleiben wird. Warum wir nicht gleich alle Kartons weg geben die übrig geblieben sind?
Es gibt schon ein paar Dinge an denen ich hänge, wie beispielsweise Fotoalben. Die schaue ich mir aber nicht ständig an aber ich möchte sie trotzdem behalten. Wie gesagt: Mein Ziel ist es nicht möglichst wenig Dinge zu besitzen, sondern nur Dinge die mich glücklich machen.

tl;dr

Ich sehe den Umzug als Chance, noch einmal nach dem Prinzip des „benutze ich es, ja oder nein?“ auszumisten. Natürlich habe ich vor dem Umzug auch noch einmal eine Menge Dinge gespendet die noch in einem guten Zustand waren. Aber das waren fast alle Dinge, da ich ja die 3 Monate ausmisten schon hinter mir hatte.

Beim Auspacken der Kartons von den Dingen die ich wirklich brauche habe ich aber auch schon wieder zwei Dinge aussortiert:

  • Eine Auflaufform: Wir haben genügend und brauchen daher meine nicht mehr
  • Eine Sporthose: Sie wird so schnell schmutzig, das ich sie nicht gerne anziehe

Mal sehen was da noch dazu kommt.

Habt Ihr noch eine Idee wie ich besser ausmisten kann?

16. März 2017 von Ms. Maxi
Kategorien: Aufräumen, Minimalismus | Schlagwörter: | 4 Kommentare

Kommentare (4)

  1. Wow, das ist wirklich sehr systematisch. Wirklich beeindruckend!
    Ich habe im letzten Jahr auch einen Umzug hinter mich gebracht. Sich für gewisse Dinge einfach mal Zeit zu lassen, finde ich ebf. sehr hilfreich. Ich habe z.B. erst nur die Kisten und ein bisschen Kleinkram hier gehabt. Da ich nicht so viele Möbel habe und sich ein Umzug alleine nur für meinen Kram nicht gelohnt hätte, kamen die meisten Möbel dann erst 5 Wochen später. Dadurch konnte ich nochmal in Ruhe schauen, was mir wirklich ist.
    Minimalismus bringt wirklich eine Menge Ruhe ins Leben.

    • Hallo Gabi,
      danke für deinen Kommentar!
      Das stimmt. Ich bin nur auch sehr froh gewesen, dass ich anfang des Jahres ausgemistet habe.
      Das ist ja eine super Idee, 5 Wochen, das ist ja eigentlich eine perfekte Zeit um herauszufinden ob man die Sachen noch braucht oder nicht. Was ist raus gekommen?

      Liebe Grüße
      Ms. Maxi

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